KYRILL – Bilanz zum Einsatzverlauf im Stadtgebiet Nürnberg

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Nürnberg, 18.01.2007 – Seit gestern, ab etwa 15:45 Uhr, sind die Einsatzkräfte
von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und den Hilfsorganisationen
(ASB, JUH, Malteser und BRK) ununterbrochen im Einsatz: sie beseitigen
Sturmschäden, von denen eine Gefahr ausgeht und betreuen Reisende, die
in Nürnberg wegen Kyrill vorübergehend festsitzen.

Bis fünf Uhr (18.1.07) verzeichnete die Einsatzleitung alleine 180
sturmbedingte Einsätze: Dächer wurden abgedeckt, Bäume stürzten auf
Gebäude, Fahrzeuge oder Oberleitungen und blockierten Fahrbahnen. Lose
oder absturzgefährdete Gegenstände, Gerüste oder Gebäudeteile mussten
gesichert oder entfernt werden. Aufgrund der moderaten Niederschlagsmengen
kam es zu keinen Einsätzen, bei denen Wasserschäden beseitigt werden mussten.

Die Schäden des Sturms verteilten sich homogen über das gesamte Stadtgebiet
von Nürnberg. Es waren keine lokalen Schadensschwerpunkte zu verzeichnen.
Um Gefahren für die Fahrgäste zu vermeiden, stellten die Verkehrsbetriebe den
öffentlichen Betrieb von Bussen und Straßenbahnen gegen 22:00 Uhr ein,
ab 23:00 Uhr auch im Bereich der U-Bahn.

Durch das Einstellen des Fahrbetriebs der Deutschen Bahn kamen am Nürnberger
Hauptbahnhof etwa 1.600 Reisende an, von denen rund 500 betreut und davon
letztlich etwa 200 verpflegt und in Notunterkünften untergebracht werden mussten.

Am Airport Nürnberg wurde der Flughafen bei der Betreuung und Verpflegung von
rund 200 festsitzenden Personen unterstützt. Während des Sturmes mussten außerdem
Einsatzkräfte zur Absicherung einer Flugzeuglandung zum Flughafen ausrücken.
Der Pilot einer Verkehrsmaschine konnte trotz widrigster Wetterumstände das
Flugzeug aber sicher zu Boden bringen.

Trotz der vielen Einsätze verlief Kyrill in Nürnberg glimpflich: eine Person wurde
in ihrem Fahrzeug von einem umstürzenden Baum getroffen und glücklicherweise
nur leicht verletzt. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei Sicherungsarbeiten ebenfalls nur leicht.

Die maximalen Windgeschwindigkeiten in Nürnberg wurden gegen 22:00 Uhr mit
etwa 95km/h erreicht.

Zu Spitzenzeiten arbeiteten 60 Kräfte aller Hilfsorganisationen, 60 Helfer des THW
und 250 Feuerwehrleute von der Berufsfeuerwehr und allen freiwilligen Feuerwehren
Nürnbergs. Die Verkehrsbetriebe Nürnbergs (VAG) unterstützten mit 30 Beschäftigten
und sechs Bussen beim Transport der festsitzenden Reisenden in die Notunterkünfte.
Verpflegungseinheiten des Roten Kreuzes, der Johanniter Unfallhilfe und der
Freiwilligen Feuerwehr Werderau sorgten für die Versorgung der Reisenden in den
Notunterkünften und am Flughafen.

Pressemeldung: Bericht: Pressestelle BF Nürnberg
Einsatzbilder: THW Nürnberg & Guido Seibelt